Allmannsdorfer Wirtschaftsleben – Das Gasthaus „Schiff“ in Staad / Emil J. Mundhaas

Die Veröffentlichung dieser Reihe im „s`Blättle“ erfolgt als gestraffter Auszug der Publikation „Alahmuntiscurt – Dokumentation einer Forschungsarbeit zur Geschichte der ehemals selbständigen Gerichts- und Bürgergemeinde Allmannsdorf (Band I Teil 2 Kap.13)“ in Fortsetzungen, alle Rechte bleiben vorbehalten.

Simon Graf ließ im Namen seiner Frau kräftig in die Immobilie investieren, scheute auch keine Verschuldung, baute um und an und stockte auf, schuf im 1. OG einen großen und einen kleinen Saal (für große Veranstaltungen, Hochzeiten mit Tanz, Fasnachtsbälle u. dergl.). Er baute vor allem die Gaststallungen und Kutschenremisen neu. 1907 hat Graf noch eine stabile Ufermauer vor dem Schiff errichten lassen und einen schönen Wirtschaftsgarten angelegt mit freiem Blick über den See. Die 1928/29 erbaute Hafenanlage für die Autofähre Staad – Meersburg zerstörte dieses Idyll.

Simon Graf kandidierte 1910 um einen Sitz im Gemeinderat, wird gewählt und von Gemeinderat und Bürgerausschuss als einziger Bewerber zum Nachfolger von Bürgermeister Philipp Walterspiel (d.Ä.) berufen. Es ist ein Amt auf Abruf, denn seit 1906 verhandelt die Gemeinde mit der Stadt Konstanz um die Bedingungen für eine Eingemeindung. Graf führt nun die Verhandlungen bis zum Abschluss im Sommer 1914. Den Vollzug erlebt er nicht mehr, denn er verstarb am 24.07.1914 nach kurzer Krankheit ganz unver hofft. Nur vier Jahre war er Bürgermeister gewesen. Seine Frau Friederike geb. Restle lebte noch bis 1924.

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