Wo sind die Grenzen des Wachstums? / Dr. Antje Boll

Qualitativ wachsen statt Flächenverbrauch

Lässt man das Auge über die blühenden Streuobstwiesen auf der Jungerhalde schweifen, geht einem das Herz auf. Die Schönheit der Natur spricht unmittelbar die Seele der Menschen an. Hier, wo die Bienen summen, kommt man zur Ruhe. Eine Oase der Erholung für gestresste Städter, ein Ort zum Spielen für unsere Kinder, ein hochwertiger Naturraum mit hoher Artenvielfalt und FFH Gütesiegel.

Wie lange noch? Konstanz soll wachsen. Konstanz soll eine Großstadt werden – geht es nach dem Willen des Oberbür-germeisters und der Mehrheit des Gemeinderats. Die eben beschriebene Oase ist eine Landschaft zum baldigen Ver-brauch bestimmt. Den Anfang macht das Pflegeheim, aus Kostengründen ohne Tiefgarage. Die notwendigen Parkplätze werden in die Fläche gebaut.

Alles kein Problem? Wir sind ja von Naturschutzgebieten „umzingelt“ – wie der Bürgermeister es so bezeichnend ausdrückte. Alle Eingriffe in die Natur werden ja „ausgeglichen“. Penibel genau soll der Verlust an Naturräumen über Ökokonten aus- und die Ökopunkte der Ausgleichsmaßnahmen dagegen aufgerechnet werden. Aber wird diese Art der Eingriffsausgleichsregelung den Bedürfnissen der Natur und der Menschen gerecht?

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