Gemeinsam für den Hechtgang / Susanne Heiß

Vor 14 Jahren sind wir als Familie mit zwei kleinen Kindern in den Hechtgang gezogen. Das Grundstück hatte eine Fläche von 1300 qm und war lediglich mit einem Einfamilienhaus bebaut. Das Potential dieses Grundstücks wurde uns schnell bewusst, nämlich dass hier zwei Familien ein neues Zuhause finden können. Viele Familien folgten, die Eigentümer in Allmannsdorf/Staad entschieden sich, nach zu verdichten. Ich finde, das moderate Wachstum hat dem Stadtteil gut getan.

In den letzten Jahren ist durch das Bevölkerungswachstum der Stadt der Druck auf den Wohnraum massiv geworden. Alle Stadtteile waren gezwungen mehr Wohnflächen zu schaffen. Der begrenzte Wohnraum ließ die Preise derart in die Höhe steigen, dass sich Familien mit einem Durchschnittseinkommen eigentlich keine Wohnungen in Konstanz mehr leisten können. Dieser Entwicklung kann nur durch Schaffung von Wohnraum entgegen gewirkt werden. Auch wir in Allmannsdorf/Staad dürfen uns gegenüber Veränderungen nicht verschließen. Wir alle haben bereits durch Renovierungen, Erweiterungen und Neubauten das Bild des Stadtteils verändert, deshalb können wir niemandem die Möglichkeit verwehren, sich hier niederzulassen. Die Nachverdichtung findet ihre Grenzen im Bebauungsplan und das ist gut so.

Das Bedürfnis, alles so zu belassen wie es ist, kann ich nachvollziehen. Bedenklich und schade finde ich, wenn unsere Gemeinschaft in unserem Stadtteil unter der Diskussion „Bewahren oder Verändern“ leidet. Ich würde mir wünschen, die Unruhe in unserem Stadtteil würde ein Ende finden, wir alle gemeinsam die Zukunft anpacken, sie mitgestalten und positiv begleiten.

Susanne Heiß
Gemeinderätin Freie Wähler/ Hechtgang 2a

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