Biotopentwicklungsmaßnahme Fohrenbühl / Dipl.Biol.-Dipl.Ing (FH) Gabi Schwab

Eine ehemalige Baumschulfläche wird zur Streuobstwiese

Historisches
In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts siedelte sich auf dem Fohrenbühl in Staad zwischen Lorettowald und Jakobstraße eine Gartenbaufirma mit Baumschule auf den Streuobstwiesen an. Das untenstehende Luftbild zeigt die Landschaft zwischen Lorettowald und Allmannsdorf Anfang des letzten Jahrhunderts. Es dokumentiert die wechselnde Lage zwischen Streuobstwiesen, Äckern und Grünland im Fohrenbühl ehe sich dort der Gartenbaubetrieb etablierte. Durch den Strukturwandel und immer günstigerer Baumschulwaren reduzierte die Gartenbaufirma diese Nutzung bis letztendlich zur vollständigen Aufgabe der Baumschule vor rund zehn bis fünfzehn Jahren. Dadurch verwilderte das Gebiet zusehends. Es drohte inzwischen mit dem Waldverband zu verschmelzen und seinen offenen Charakter zu verlieren. Südlich der Jakobstraße war dieser Fall bereits eingetreten und die schöne Fernsicht auf den Bodensee ist dort unwiederbringlich verloren.

Aktueller Anlass
In diesem Jahr wurde am Rande vom Konstanzer Stadtteil Egg eine Flüchtlingsunterkunft auf einer Streuobstwiese errichtet. Die Bebauung dieser Fläche stellt einen Eingriff in Biotopstrukturen und Boden dar, der ausgeglichen werden muss. Das Amt für Stadtplanung und Umwelt schlug als möglich Ausgleichsfläche die Fläche der ehemaligen Baumschule auf dem Fohrenbühl vor. …

Link zum kompletten Artikel (pdf ~ 1,3MB)

Dieser Beitrag wurde unter Alle, S'BLÄTTLE Nr. 55 abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.